Beschreibung
Haselnussgeist ist wohl die bekannteste Spirituose aus Nüssen und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Herstellung unseres Haselnussgeistes ist besonders schwierig und aufwendig. In einem langwierigen Verfahren werden die geschälten Nüsse sorgsam im Ganzen geröstet. Nach erfolgter Abkühlung werde sie grob zerkleinert und erneut geröstet. Dadurch bilden sich die typischen Kakao- und Nougataromen besonders intensiv aus. Entscheidend für das beste Geschmacksergebnis sind neben der Auswahl der besten Nüsse die Rösttemperatur und die Röstdauer. Nach erfolgter doppelter Röstung werden die Nüsse in Alkohol angesetzt und in Ruhe ziehen gelassen. Danach wird schonend destilliert und im Anschluss erfolgt die lange Reifung des Destillats, bevor es in Flaschen gefüllt werden kann.
Haselnuss-Spirituose vs. echter Haselnussgeist
Die Herstellung eines echten Haselnussgeistes ist sehr aufwendig, teuer und bedarf enormer Erfahrung. Daher werden in der Industrie bei der Herstellung von Haselnussgeist künstliche Aromen verwendet, um auf preisgünstige Art und Weise intensiven Kakao- und Nussgeschmack zu erzeugen. Dann darf solch ein Produkt jedoch nicht mehr als Haselnussgeist verkauft werden und müssen als Haselnuss-Spirituose deklariert werden.
Wissenswertes über Haselnuss
Die Haselnuss (Corylus avellana) gehört zu den charakteristischen Wildsträuchern Europas und ist sowohl ökologisch als auch kulinarisch von großer Bedeutung. Der sommergrüne Strauch wird meist 3 bis 7 Meter hoch, kann aber unter optimalen Bedingungen sogar Höhen von bis zu 15 Metern erreichen. Wir finden die Haselnuss häufig an Waldrändern, in Hecken und lichten Laubwäldern, wo er mit seinen dichten Zweigen und der schirmartigen Krone Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Tiere bietet.
Bereits im späten Winter zeigt die Haselnuss ihre auffälligen goldgelben Kätzchen – die männlichen Blütenstände, die den bei Allergikern gefürchteten Pollenstaub freisetzen. Die eher unscheinbaren weiblichen Blüten mit roten Narben erscheinen gleichzeitig am selben Strauch. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich im Laufe des Sommers die beliebten Haselnüsse, die in einer becherförmigen Hülle – der sogenannten Cupula – heranreifen. Im September sind die aromatischen Nüsse erntereif und fallen aus der trocknenden Hülle zu Boden.
Die Haselnuss ist für ihren hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, Proteinen, Vitaminen (vor allem Vitamin E, B-Vitamine) und Mineralstoffen wie Eisen und Kalzium bekannt. Haselnüsse galten bereits in vorgeschichtlicher Zeit als wertvolle Nahrungsquelle und wurden auch im alten Rom kultiviert. Neben dem kulinarischen Genuss wird das flexible Holz des Haselstrauchs traditionell für Flechtarbeiten oder als Zaunmaterial genutzt.
Ökologisch gesehen dient die Haselnuss zahlreichen Wildtieren und Insekten als wichtige Nahrungs- und Lebensgrundlage. Bis heute beeindruckt die Haselnuss durch ihre Vielseitigkeit in Küche, Garten und Natur.
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